Anhand historischer Beispiele verdeutlichte er, wie zerbrechlich demokratische Systeme sein können, wenn Menschenrechte missachtet, Minderheiten ausgegrenzt und politische Entscheidungen nicht mehr kritisch hinterfragt werden. Er warnte außerdem vor der wachsenden Gefahr von Fake News, die gezielt verbreitet werden, um Meinungen zu manipulieren, Vertrauen in Medien und Institutionen zu untergraben und die Gesellschaft zu spalten. Besonders hob er hervor, wie soziale Medien Falschinformationen in kürzester Zeit vervielfältigen können und wie wichtig Medienbildung ist, um Quellen zu prüfen und Informationen reflektiert zu hinterfragen.
Zugleich ging er auf die zunehmende Polarisierung in der Gesellschaft ein, bei der komplexe Fragen auf einfache „Wir gegen die“-Muster reduziert werden und sachlicher Dialog immer schwieriger wird. Er machte deutlich, dass demokratische Diskussionen Respekt, Kompromissbereitschaft und die Fähigkeit, andere Meinungen auszuhalten, voraussetzen. Gleichzeitig betonte er, welche Rolle Bildung, Zivilcourage und aktive Beteiligung junger Menschen spielen, um demokratische Strukturen zu schützen, Polarisierung entgegenzuwirken und konstruktive Debatten zu fördern.
Mit dieser inhaltlich anspruchsvollen und engagiert vorgetragenen Rede erreichte Cornelius den ersten Platz in der Kategorie „Klassische Rede“ der 8. Schulstufe und qualifizierte sich für den österreichischen Bundesbewerb in Wien. Markus Baumann vertrat die Schule zusätzlich in der Kategorie „Klassische Rede“ der Höheren Schulen und unterstrich damit die starke Redekultur an der Schule.
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