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Unternehmen auf der Spur

Ausgezeichnetes Projekt "Landbased enterprises"

Bereits zum fünften Mal gelang es Prof. Mario Kraiger mit einer Informatik-Gruppe (6A), unter 53 eingereichten Projekten beim Innovation@school-Wettbewerb der Entwicklungsagentur Kärnten als einzige Kärntner AHS (in Kooperation mit der Praxis-HAK Völkermarkt) in die Finalrunde zu kommen.
Unter den 10 Final-Projektideen konnten Anja Luschnig, Theresa Mautz, Anna Krivograd, Nico Unterberger und Alex Marko (4BK) mit einem HAK-Schüler am 21. Mai im Rahmen der Abschlussveranstaltung, die diesmal in der HTL Lastenstraße stattfand, das Ergebnis des innovativen Wirtschafts- bzw. Sozialforschungsprojektes unter Anwesenheit prominenter Persönlichkeiten vor ca. 500 Personen erfolgreich präsentieren.

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Am Beginn stand die Frage, welche Erfolgs- und Motivationsfaktoren für JungunternehmerInnen ausschlaggebend sein können, damit sie sich am ländlichen Raum in die Selbständigkeit wagen? SchülerInnen aus zwei Schultypen erforschten demnach Möglichkeiten bzw. Motive zur Unternehmensgründung in peripheren Räumen abseits traditioneller Arbeitsfelder wie Landwirtschaft, Tourismus, Kinderbetreuung etc. Neun ausgewählte UnternehmerInnen aus dem Bezirk wurden vom Forscherteam in ihrem Berufsalltag mit Videokamera, Mikro und Notizblock begleitet. In audiovisuellen Tiefen- bzw. Leitfadeninterviews (qualitative empirische Sozialforschung) erzählten die UnternehmerInnen den SchülerInnen die Entwicklungsgeschichte ihrer Firma, ergründeten die Meilensteine am Weg in ihre Selbständigkeit und erörterten die wichtigsten Voraussetzungen für ein erfolgreiches Start-up – unter Berücksichtigung des ländlichen Umfeldes.
Bei der Auswertung des Filmmaterials und der Tiefeninterviews filterten die jungen ForscherInnen heraus, welche Kenntnisse, Erfahrungen und Voraussetzungen für die Neugründung eines eigenen Unternehmens (im ländlichen Raum) aus ihrer Sicht wesentlich sind, wie sie die Zukunft der untersuchten Unternehmen sehen und wie sie die Möglichkeiten der Gründung eines eigenen Unternehmens in peripheren Gebieten einschätzen. Ein Fokus lag dabei auch auf Frauen und welche Faktoren für künftige Unternehmerinnen eine Rolle spielen, sich im ländlichen Raum selbständig zu machen.
Im Zuge dieser Tätigkeiten wurden auch in Form von „Wirtschaftsgesprächen“ mit Geschäftsführern betriebswirtschaftliche Fachthemen (z.B. „Wie wird die doppelte Buchführung in der Praxis gemacht?“ oder „Wie erfolgt im eigenen Unternehmen ggf. eine Kostenrechnung?“) dokumentiert. Damit wurde das Forschungsprojekt durch einen fachpraktischen Teil bereichert, dessen Ergebnisse für unsere Unternehmerführerschein-Zusatzausbildung einen beständigen – auch unterrichtsrelevanten – Nutzen bringen.

Einsehbar sind die Ergebnisse auf einer eigens dafür eingerichteten Web-Plattform: http://www.landbased-enterprises.at.tf/

Dr. Mario Kraiger, Projektbetreuer

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