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Soft Skills – Berufsorientierung

Heute genügt es im Berufsleben nicht mehr, sein fachliches Können unter Beweis zu stellen. Es werden Mitarbeiter gesucht, die auch ganz bestimmte Charaktermerkmale, Verhaltensmuster und Einstellungen vorweisen, die also über die richtigen „Soft Skills“ verfügen. Diese betreffen direkt die Persönlichkeit (z.B. Selbstvertrauen), aber auch den Umgang mit anderen Menschen (soziale Kompetenzen wie Einfühlungsvermögen, Teamfähigkeit oder Menschenkenntnis). Im Rahmen der Berufsorientierung wird daher in diesem Schuljahr für alle 4. Klassen in Kooperation mit dem Mauthausenkomitee Österreich ein Zivilcourage-Training angeboten. Es soll zur Sensibilisierung, Förderung und Stärkung sozialer Kompetenzen beitragen, die Selbstsicherheit der Jugendlichen schulen sowie ihnen bei der Erarbeitung individueller Handlungsoptionen in schwierigen Situationen behilflich sein.
(Gerhild Moritz-Schloffer, Schülerberaterin)
Zivilcourage: Sei mutig und hilf! Am Freitag, den 22.3.2019, fand für unsere Klasse (4E) ein Zivilcourage-Training statt.
Während dieses Workshops lernten wir durch Gespräche, Kurzreferate, Videos und das Nachspielen verschiedener Gewalt-Szenen, was man unter Zivilcourage versteht: Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort „ Bürger-Mut“; der Begriff beschreibt also das mutige Verhalten von Menschen, die in Aktion treten, um anderen in gefährlichen Situationen zur Seite zu stehen. Dafür riskieren sie persönliche Nachteile, oft sogar das eigene Leben.
In Videos erfuhren wir unter anderem von einem sehr mutigen Architekten, der während des Zweiten Weltkriegs im Lager am Loiblpass u.a. Essen, warme Kleidung und Briefe für Gefangene schmuggelte.
In einem anderen Kurzfilm erzählte die Kärntnerin Frau Hermine Lasko, dass sie es als Kind gewagt hatte, sich gegen die strengen Regeln der Nationalsozialisten zu wenden, dass sie deswegen von ihrer Familie getrennt und in verschiedene Erziehungsheime gebracht worden war. Trotz aller Repressalien war sie aber bei ihrer antinationalsozialistischen Haltung geblieben.
Durch Rollenspiele wurde uns bewusst, wie wichtig es auch heute ist, in unangenehmen, oft gefährlichen Alltagssituationen Rückgrat zu zeigen, indem man Opfern direkt hilft oder zumindest die Polizei verständigt.
Jeder von uns kann Opfer von Gewalt werden! Hoffentlich gibt es dann einen Menschen in der Nähe, der so mutig ist, mich zu unterstützen! Schau auch du nicht weg, sondern hilf!
(Text: SchülerInnen der 4E)
Kommentare von Schülerinnen und Schülern der 4D: Was ich aus dem Workshop gelernt habe:
- mich für andere einzusetzen und zu meiner Meinung zu stehen
- nicht wegzusehen, sondern Mut zu zeigen und zu handeln
- Gewalt ist keine gute Lösung
- anderen, die Hilfe brauchen, auch wirklich zu helfen
- wie man sich verhält, wenn man eine Gefahrensituation erkennt
- dass es mehrere Möglichkeiten gibt zu helfen (z.B. die Polizei anrufen oder selbst
zu helfen) Das hat mir am Workshop besonders gefallen:
- praktische Übungen und Rollenspiele
- Tipps, um Zivilcourage zu zeigen
- gute Laune
- Methode der Trainer
- es war sehr interessant und nie langweilig
- alles war gut verständlich
- wir haben viel gelernt Ich fände es besser, wenn beim nächsten Mal:
- noch mehr auf das Thema „Vorurteile“ eingegangen wird
- noch mehr darüber berichtet wird, welche Probleme auftreten können
- noch mehr Spiele durchgeführt werden
- alles war gut

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