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„Alles, was Recht ist“ Berufsorientierung in der Praxis

Am 13. und 14. Juni 2018 wurde allen 4. Klassen des Alpen-Adria-Gymnasiums im Rahmen der Berufsorientierung die Möglichkeit geboten, einen Einblick in den Berufsalltag verschiedener Institutionen des öffentlichen Rechts in Klagenfurt zu gewinnen. Die interessanten Führungen im Landtag, in der Landesregierung und im Magistrat sowie das Kennenlernen und persönliche Erleben einer Gerichtsverhandlung am Landesgericht machten so manchen Schüler/manche Schülerin auf dieses breite Berufsfeld neugierig.

Gerhild Moritz-Schloffer, Schülerberaterin




Hier nun einige Erfahrungsberichte:

Am 13.6.2018 besuchten wir, die 4B, den Magistrat in Klagenfurt. Herr Mag. Sourij erklärte uns die Aufgaben und das Gebäude. Dabei nannte er auch Beispiele, die uns zum Lachen brachten. So sagte er, dass es mehr Straßenlaternen in Klagenfurt gibt als unsere Stadt Völkermarkt EinwohnerInnen hat. Im Sitzungssaal verbrachten wir 1,5 Stunden und besprachen die Aufgaben der städtischen Verwaltung. Außerdem erfuhren wir, dass die Stadt Klagenfurt um die 300 Millionen Euro für das Jahr 2018/19 zur Verfügung hat. Nach einer kurzen Pause bearbeiteten wir einen Bescheid und eine Verordnung. Ich finde, dass es interessant war, aber ich hätte mir gewünscht, dass wir uns noch mehr hätten anschauen können.
(Hemma More, 4B)

Wir hatten unseren ersten Stopp im Kärntner Landtag. Dort wurde uns der berühmte Wappensaal, in dem über 650 Wappen die Wände schmücken, gezeigt. Wir durften auch noch weitere Säle besichtigen und haben viel über die Geschichte Österreichs erfahren. Als nächstes gingen wir zur Landesregierung, wo wir uns das Büro des Landeshauptmannes ansehen durften und über sein Leben, seine Arbeit und seine verschiedenen Aufgaben informiert wurden. Auch eine Regierungssitzung mit dem Thema „Geschwindigkeitsbegrenzungen“ konnten wir durchspielen.
(Hemma Gfrerer, 4D)

Am besten fand ich das praktische Beispiel „Geschwindigkeitsbegrenzungen“, da wir uns in bestimmte Rollen hineinversetzen mussten. Mir hat die Exkursion sehr gut gefallen, weil sie von den Organisatoren sehr interessant gestaltet war und wir auch einen ausgezeichneten Einblick in den Berufsalltag der dort arbeitenden Personen bekamen.
(Michelle Weilharter, 4D)

Am Eingang des Gerichts muss man durch eine Sicherheitskontrolle gehen, damit niemand gefährliche Gegenstände, wie z.B. Messer oder Revolver hineinschmuggeln kann. Diese Vorkehrungen sind zur Sicherheit der Richter, Staatsanwälte, … und der Besucher getroffen worden, nachdem es zwei Vorfälle in Österreich gegeben hatte, bei denen jemand im Gerichtssaal nach der Verhandlung verletzt worden war. Danach wurden wir von einem Mitarbeiter des Gerichts abgeholt. In einem größeren Gerichtssaal wurde uns einiges über das Landesgericht erzählt: über die verschiedenen Ämter im Gericht, die am häufigsten begangenen Straftaten, wer alles an einer Verhandlung teilnimmt, usw.
Eine Verhandlung besteht aus einer Beweisvorlage, den jeweiligen Verhandlungen und dem Hauptprozess, in dem entschieden wird, ob die/der Angeklagte für schuldig befunden oder freigesprochen wird. Es gibt ein Schöffengericht, das heißt, dass ein Berufsrichter und zwei Laienrichter (Schöffen) anwesend sind, und zudem auch ein Geschworenengericht mit drei Berufsrichtern und acht Schöffen.
Über folgende Berufe im Gerichtswesen konnten wir auch einiges erfahren:
Richter: Er muss Matura haben und auf einer Universität Jus studieren. Dann muss er noch zwei Praktikumsjahre bei Gericht absolvieren, bevor er selbst zum Richter ernannt wird.
Staatsanwalt: Er ist der Vertreter der Anklage.
Rechtspfleger: Sie sind Beamte, die nach den jeweiligen Rechtsordnungen vielfältige Aufgaben bei den Gerichten wahrnehmen.
Justizwachebeamte: Sie sind bei Gerichten und der Staatsanwaltschaft tätig.

Die häufigste Straftat ist der Diebstahl, gefolgt von Drogenmissbrauch.
Täglich finden rund 12-13 Gerichtsverhandlungen statt. Auch wir durften einer Gerichtsverhandlung beiwohnen, in der ein ausländischer Mann des Fälschens einer Urkunde angeklagt war. Er wurde jedoch am Ende freigesprochen.
Ich finde, dass die Exkursion an das Landesgericht überaus interessant und informativ war. Sie hat mir sehr gefallen.
(Christine Deutschmann, 4C)














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