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Wien-Aktion 7Bi – ein Tagebuchbericht

1. Tag: Am 25.09.2017, machten wir uns, die 7Bi, auf den Weg nach Wien. Wir trafen uns mit unserem Klassenvorstand, Frau Professor Polainer, in Klagenfurt am Busbahnhof, um mit dem Westbus in die Bundeshauptstadt zu fahren. Nach rund vierstündiger Busfahrt kamen wir in Wien Erdberg an und fuhren anschließend mit der U-Bahn in die Mariahilferstraße, von wo wir nur mehr einen kurzen Fußmarsch zu unserer Unterkunft, in der Hirschengasse, zurücklegen mussten.
Nach dem Mittagessen begaben wir uns sofort zu unserem ersten Programmpunkt, der Kaisergruft. Diese befindet sich im 1. Bezirk, also im Herzen der Stadt. Ihr eigentlicher Name ist Kapuzinergruft, wo viele Mitglieder der Familie Habsburg-Lothringen ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Als bekannte Persönlichkeiten seien hier nur einige aufgezählt: Leopold I., Maria Theresia, Franz Joseph und Otto.

2. Tag: Der Vormittag begann mit einer Busrundfahrt durch Wien. Der Treffpunkt mit unserem Reiseführer war der Schwedenplatz, von wo wir gemeinsam mit einer anderen Schülergruppe aus Linz unsere Rundfahrt starteten. Während unserer Fahrt konnten wir viele Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel das Parlament, besichtigen und machten schließlich beim Hundert-wasserhaus eine kurze Rast. Danach fuhren wir weiter zum Ernst-Happel-Stadion, dem größten Stadion Österreichs, in welchem zahlreiche Fußballspiele und Konzerte stattfinden. Bei der Rückfahrt kamen wir beim Praterstern und bei der Reichsbrücke vorbei und stiegen schließlich wieder am Schwedenplatz aus, von wo wir uns zurück zu unserem Quartier begaben.
Nach einer äußerst kurzen Mittagspause ging es weiter zu unserem nächsten Programmpunkt, dem Römermuseum. Angekommen im Gebäude, packten wir unsere Rucksäcke und Jacken in Spinde, bevor unsere Führung begann. Am Anfang wurde uns erzählt, welche Völker zuerst im Bereich Wien lebten und wie die Römer die Siedlung von ihnen übernommen haben. Danach wurden uns etliche Überreste aus der vergangenen Zeit gezeigt, wie z.B. die Teile einer verbrannten Leiche mit ihren Grabbeigaben. Zum Schluss begaben wir uns unter das Straßensystem von Wien, wo wir eine Fußbodenheizung aus der Römerzeit besichtigen konnten.

3. Tag: Am Vormittag statteten wir dem Heeresgeschichtlichen Museum einen Besuch ab. Dort wurde uns über Militär- und Kriegsgeschichte, Technik und Naturwissenschaft und auch über Kunst und Architektur berichtet. Aus Zeitmangel sind wir geschichtlich gesehen nur von der Habsburgermonarchie im 16. Jahrhundert bis zum Ende des 1. Weltkrieges (1918) gekommen und mussten auf den zweiten Weltkrieg leider verzichten. Im ersten Abschnitt des Museums hörten wir vor allem viel über Prinz Eugen und Maria Theresia, nach den Franzosen-Kriegen kamen wir zum Anfang des ersten Weltkrieges, der mit der Ermordung des Thronfolgers in Sarajewo begann. Wir sahen zahlreiche Kriegsmaschinen und Exponate aus dem 1. Weltkrieg und uns wurde sowohl vom Ablauf des Krieges als auch von den Lebensumständen der Soldaten berichtet. Dann endete auch schon unsere Reise durch die Geschichte und wir machten uns auf den Weg zum Mittagessen.
Als am dritten Nachmittag unserer Wien-Woche der Stephansdom auf dem Programm stand, wusste jeder schon, wie man zu diesem Ort gelangte, da wir zuvor schon mehrmals den gleichen Weg gefahren waren.
Dort angekommen, trafen wir unseren zuständigen Reiseführer, der uns zuerst in der Kirche die allgemeinen Fakten erläuterte. Sodann versuchte er uns recht eindringlich zu veranschaulichen, wie sich die Baustile in dem Zeitraum, in welchem die Kirche gebaut wurde, veränderten. Im Anschluss gingen wir noch in die Virgilkapelle, welche etwa zwölf Meter unter dem Niveau des Stephansplatzes liegt. Sie ist eine Krypta von rechteckiger Form mit sechs Nischen, welche 1973 im Zuge des U-Bahnbaues entdeckt und als Standort des Museums in die U-Bahn-Station Stephansplatz integriert wurde. Die unterirdische Kapelle ist eine der besterhaltenen gotischen Innenräume in Wien. Sie entstand um 1220/30 als Unterbau für einen geplanten Kapellenbau in frühgotischem Stil und ist unter anderem mit einem Altar für den heiligen Virgil ausgestattet.

4. Tag: Am Donnerstag besuchten wir als erstes die Karlskirche. In der Kirche erhielten wir von unserem Reiseführer einige Informationen über den Baustil, den Auftraggeber Kaiser Karl VI und die Epoche, in der die Kirche erbaut wurde. Anschließend fuhren wir mit einem Panoramalift auf eine Plattform in 32,5 m Höhe, von wo wir die wunderschönen Fresken der Kuppel und den barocken Kirchenraum bestaunen konnten. Nach einem Gruppenfoto vor der Kirche, gingen wir weiter zu unserem nächsten Programmpunkt, der Nationalbibliothek. Sie ist die größte Barock-Bibliothek Europas, welche auf Veranlassung von Kaiser Karl VI. gebaut wurde. Errichtet wurde sie von Joseph Emanuel Fischer von Erlach nach Plänen seines Vaters. Der Prunksaal zählt zu den schönsten Bibliothekssälen der Welt. Mehr als 200.000 Bände sind hier auf- und ausgestellt, unter anderem die 15.000 Werke umfassende Bibliothek des Prinzen Eugen von Savoyen sowie eine der größten Sammlungen von Reformationsschriften Martin Luthers.
Am Nachmittag – es war unser letzter in der Bundeshauptstadt- fuhren wir alle nach Schönbrunn. Gemeinsam mit unserem „Guide“ machten wir uns zuerst auf den Weg Richtung Schloss. Trotz des schönen Wetters waren sehr, sehr viele Besucher da, weswegen es in den Gängen bei der Führung ein bisschen eng war. Leider war es nicht erlaubt Fotos im Schloss zu machen. Wir erfuhren viel über das Leben der Habsburger, unter anderem, dass, wenn der Kaiser mit dem Essen fertig war, auch alle anderen am Tisch aufhören mussten zu essen oder, dass es üblich war, dass Eheleute nicht im gemeinsamen Bett schliefen. Am Ende unserer Führung waren wir noch im Festsaal der Habsburger und dort hörten wir, dass man damals schon am Nachmittag zu feiern begonnen hatte, da es da noch hell war und man nur so lange feiern konnte, bis die Kerzen verbrannt waren.

Nach der Führung durch das Schloss Schönbrunn spazierten wir durch den Schlossgarten, welcher wirklich atemberaubend ist, um zum Tiergarten zu kommen. Im Tiergarten angekommen, fingen wir unseren Zoobesuch bei den Koalas an. Danach gingen wir zu den Pandas, aber jene hatten sich leider so gut versteckt, dass wir sie nicht erspähen konnten. Beim Löwengehege hielten wir uns ein bisschen länger auf, da es in unserer Informatik-gruppe einige „Löwenfans“ gibt, die von den Tieren restlos begeistert waren und zahlreiche Bilder mit ihnen schossen. Natürlich besuchten wir auch noch andere Tiere, wie Eisbären, Elefanten und Giraffen.


Abendprogramm – „Wien Aktion“

Als Abendprogramm hatten wir einen Kino- sowie einen Praterbesuch geplant. Gleich am ersten Tag ging es mit Film „Kingsman: The Golden Circle“ im Apollokino los. Alle erfreuten sich an diesem actiongeladenen Comedy Streifen und auf dem Weg zur Unterkunft gab es jede Menge Gesprächsstoff. Ein guter Start in die Woche.

Aufgrund der Wettersituation wurde der Praterbesuch als sogenannte „Krönung“ auf Donnerstag terminisiert. Aus Müdigkeit und Erschöpfung nahmen jedoch nur noch vier Leute von der gesamten Gruppe daran teil. Nichtsdestotrotz war es eine lustige und spannende Angelegenheit, diesen fixen Bestandteil Wiens erkunden zu können, denn der Wiener Prater bietet wirklich Spaß für jedermann.

Am zweiten Exkursionsabend stand ein Theaterbesuch am Programmpunkt - das Volkstheater mit „Nathan der Weise“ von Gotthold Ephraim Lessing. Zuerst haben wir uns für das Theater entsprechend gekleidet und machten uns danach mit der U-Bahn auf den Weg. Nach einer kurzen Verweildauer vor dem Theater und einem Gruppenfoto, wurden alle Besucher um 19:30 Uhr hineingelassen und nur ca. 15 Minuten später ging es auch schon los. Der Regisseur und Puppendesigner Nikolaus Habjan, der die Geschichte auf einer Drehbühne rund um den Juden Nathan, den Muslim Saladin sowie den christlichen Tempelherrn ansiedelte, vermittelte uns damit ein in Blankversen geführtes Plädoyer für mehr Toleranz zwischen den Menschen und den Glaubensgemeinschaften. Es war ein sehr anspruchsvolles, aber dennoch beeindruckendes Stück.

Alles in allem war es eine sehr lehr- und abwechslungsreiche Woche für uns SchülerInnen der 7 Bi!








































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